Wissenswertes Gewürze

Das A&O: Die Gewürze

Wirkung

Die geschmacksverbessernde Wirkung der Gewürze beruht auf leicht flüchtigen Verbindungen, den ätherischen Ölen. Aufgrund ihrer leichten Flüchtigkeit geben sie der Speise nicht nur einen angenehmen Geruch, sondern auch einen angenehmen Geschmack, da das Gesamtgeschmacksempfinden sich zum größten Teil in der Nase abspielt.

Je nach Absicht kann man mit Gewürzen einer Speise ein komplett anderes Aroma geben oder damit den ureigenen Geschmack der Speisen hervorheben, ergänzen und verstärken. Da die in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle auch physiologische Wirkung entfalten können, kann man mit verschiedenen Gewürzen auch das körperliche Wohlbefinden unterstützen.

Vanille

Botanisch: Vanilla planifolia (Orchideengewächse)
Die Indianer schrieben der Vanille eine herzstärkende, angst- und ermüdungsbeseitigende Wirkung zu. Sie wirkt nach deren Aussagen auch stimmungsaufhellend, besonders mit Kakao zusammen. Vanille galt auch längere Zeit als Aphrodisiakum für Männer und Frauen.

Zimt

Botanisch: Cinnamonum zeylanicum (Lorbeergewächse)
Zimt soll den Blutzuckerspiegel senken.

Gewürznelke / Nelke

Botanisch: Syzygium aromaticum (Myrtengewächse)
Die Nelken enthalten ein ätherisches Öl, das antiseptisch wirken soll und vor allem in der Zahnheilkunde eingesetzt wird, was bereits die Chinesen bei Zahnschmerzen taten. Sie kauten die Nelken aber auch, um einen guten Atem zu bekommen. Nelkentee soll gegen Erbrechen helfen. 

Kardamom

Botanisch: Elettariacardamomum (Ingwergewächse)
Kardamom hat ein würzig-warmen Geschmack und soll nach alten Erzählungen blähungstreibend und magenstärkend wirken.

Muskat

Botanisch: Myristica fragans (Muskatnußgewächse)
Die Muskatnuss soll eine Entgasung des Magens bewirken. Daneben wurde sie zu magischen Zwecken eingesetzt, auch als Aphrodisiakum wurde die Muskatnuss angepriesen. Der Volksmund sagt, dass man von Muskatnuss schöne Träume bekommt.

Piment

Botanisch: Pimenta dioica (Myrtengewächse)
Pimentöl soll Koliken und Blähungen mildern. Damals sollten die zerdrückten und gekochten Samen auf ein Tuch aufgetragen und auf die schmerzende Stelle gelegt werden.

Sternanis

Botanisch: Illicium verum (Sternanisgewächse)
Sternanis kann nach der Mahlzeit zur Verdauungsförderung und zur Verbesserung des Atems gekaut werden. Sternanis soll auch gegen Blähungen, Husten und Bronchitis wirken. Das Sternanisöl wird zur Geschmacksverbesserung verschiedener Arzneiformen gebraucht.

Kreuzkümmel

Botanisch: Cuminum cyminum (Doldenblütler)
Kreuzkümmel galt unter anderem als Mittel bei blasser Haut, bei Magen- und Darmleiden und Appetitlosigkeit. Und soll noch heute in der Tiermedizin angewendet werden.

Orange und Verwandte

Botanisch: Citrus sinensis (Rautengewächse)
Zitrone und Limette haben keine direkte Heilwirkung. Sie können bei grippalen Infekten als Vitamin C-Lieferant eingesetzt werden.

Mohn

Botanisch: Papaver somniferum (Mohngewächse)
Die Opiate diehnten damals in der Medizin wohl als starke Schmerzmittel. Die Griechen und Römer verwendeten Mohnsaft als Schlaf- und Magenmittel. Mohnsamen können bei Verzehr zu falschen Testergebnissen von Drogentests führen, obwohl sie keine Opiate enthalten.

Anis

Botanisch: Pimpinella anisum (Doldenblütler)
Anis soll die Produktion von Gallenflüssigkeit fördern, demnach wirkt Anis besonders bei fetten Speisen verdauungsfördernd, mildert Blähungen und hilft bei Koliken, sowie reizstillend bei Husten und Schleim lösend. Auch soll es beruhigend auf die Nerven wirken. In der Antike galten die Samen als Schönheitsmittel für die Haut, aber auch eine potenzsteigernde Wirkung wurde ihnen nachgesagt.

Safran

Botanisch: Crocus sativus (Lilienblütler)
Safran werden vielfältige Wirkungen nachgesagt, so bei Verspannungen, Kopfschmerzen, Husten, Asthma, aber auch aphrodisierende Eigenschaften.

Koriander

Botanisch: Coriandrum sativum (Doldenblütler)
Koriander hat einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen, soll bei Störungen im Magen- und Darmbereich positiv wirken und auch auf die Nerven beruhigend wirken. Zusätzlich stärkt Koriander den Magen, vom Volksmund her.

Das I-Tüpfelchen: Die Nüsse

Mandel

Sie enthalten viel Mandelöl, B-Vitamine, Vitamin E und wenig Zucker. Zusätzlich enthalten Mandeln einen sehr hohen Anteil an Folsäure, welche vor allem bei Schwangerschaft sehr wichtig ist. Unter allen Nüssen sind Mandeln am besten mit Calcium , Magnesium und mit Kalium vertreten. Eine wahre Schatzgrube an Mineralstoffen für Ihren Körper.

Erdnuss

Die Erdnuß ist eine der proteinreichsten Nüsse mit hohen Vitaminanteilen und hohem Gehalt an Mineralstoffen (Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen) sowie Spurenelementen (Kupfer, Mangan, Zink und Fluor). Von Natur her sind Erdnüsse sehr natriumarm.

Cashews-Kerne

Im Handel sind die nierenförmigen, fast weißen, 2-3cm großen Cashewkerne oder Cashews im Bruch erwerbbar. Sie schmecken süßlich und buttrig, ähneln Mandeln, sind aber viel weicher und cremiger.
Cashews haben den höchsten Gehalt an Magnesium von allen Nüssen.
Die enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf viele Stoffwechselprozesse aus.

Macadamia

Die teuerste und mit Verlaub wohlschmeckenste Nuß der Welt. Das ist die Macadamia. Ein Geschmack von buttriger, nussiger Vanillecreme! Es ist auch mit eine der fetthaltigsten Nüsse der Welt, wodurch ihr vortreffliches Aroma erzielt wird. Wie bei allen Nüssen ist die Macadamia reich an Mineralien. Die ungesättigten Fettsäuren liefern viel Energie und unterstützen das Immunsystem.

Haselnuss

Hohe Werte an wertvollen Mineralstoffe sowie die Vitamine der B-Gruppe und E machen die Haselnuß zu einem nahrhaften Lebensmittel

Walnuß

Sie ist reich an Mineralstoffen, enthält die B-Vitamine, Vitamin C und das Provitamin A. Sie wirken Cholesterinspiegel senkend und gelten als “Vegetarisches Fleisch”, auf Grund hohem Nährwert und wichtiger Inhaltsstoffe.

Pistazie

Unter allen Nüssen liefern Pistazien den höchsten Gehalt an Eisen (7,3mg/100g) und Kalium (1020mg/100g). Die mehrfach und einfach gesättigten Fettsäuren sollen präventiv gegen Arteriosklerose wirken.